Die erhabene Göttin



Sie blickte 10 Jahre auf den Balkan
Neben Slobo und Bill zog Clara ihre Fäden

Die bekannte deutsche Pianistin und Komponistin Clara Schumann war nach ihrem Tod eine der einflussreichsten Persönlichkeiten nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern vor allem auf dem Balkan. Sie ist die Zierde der am meisten geliebten Banknote in Südosteuropa, dem 100 DM-Schein. Clara Schumann wurde dadurch für die Bewohner des Balkans zu einer Art Ikone, die sich heuer leider verabschiedet und den Weg des Vergänglichen geht.
Da die einheimischen Währungen die Glaubwürdigkeit wegen galoppierender Inflation verloren hatten, wurde Clara Schumann zur beherrschenden Göttin.

BANKNOTE 100DM
Sie hat alles gesehen.

Ihr Blick, ihre Augen und ihr vorsichtiges Lächeln waren ständig im Unterbewusstsein der Völker präsent. Während in Deutschland und anderen westlichen Ländern die Umstellung auf Euro eher pragmatisch erlebt wird, überwiegt auf dem Balkan allgemeine Trauer und das Gefühl des Misstrauens und der Katastrophe wegen Claras Verschwinden.

Ivana zeichnete Clara 4 Jahre lang


Ivana Zeichnete Clara 4 Jahre Lang

            

         

Ein großes Talent auf dem Balkan ist die 28jährige serbische Malerin Ivana Jaksic, welche Clara Schumann eine neue Dimension gab, indem sie die Banknote vielfach vergrößerte und auf 2 Meter hohe Ölbilder in einer haarfeinen anstrengenden 4jährigen Arbeit (ohne Computer) malte. Dabei "zoomte" Ivana so in Clara hinein, dass manche Bilder Gesichtsteile darstellen, andere ins Abstrakte gleiten.



Kurze Biographie von Ivana Jaksic



Born in Belgrade 1973. Graduated at the Faculty of Fine Arts in Belgrade in 1996 in the class of Prof. Radomir Reljic. Finished post-graduate studies with the same professor in 1998.
Several group and two individual exhibitions in Belgrade. Several Awards.



Das Lächeln des tapfersten Serben der Welt

         

      

"Kraljevic Marko" - Der Königssohn Marko ist eine historische Persönlichkeit aus dem serbischen Mittelalter, welche zu einem Mythos des unbesiegbaren Helden wurde.

In der Zeit, als Ivana ihre Ausstellung vorbereitete, war Serbien unmittelbares Hinterland des Krieges. Die stilisiert-ironische Figur des Königssohnes Marko drückt Ivanas Antikriegseinstellung und Protest aus.



Ivana kommt nach Wien



TOLIKAS bemüht sich in Kooperation mit dem in Wien lebenden Kunsthistoriker Ivan Ristic für die Belgraderin Ivana Jaksic eine Wiener Ausstellung zu organisieren.

 

 
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